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Geschrieben von: Redaktion
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Montag, den 02. April 2012 um 08:32 Uhr |
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Neu eingegangene Noten Besprechung vorbehalten | Besprochene Ausgaben sind mit dem Fundort der jeweiligen Rezension verlinkt
Alexey Agibalov, Sonata Nº 1 for the Seven-String Guitar, Columbus, 2010, Editions Orphee, PWYS-95 Johann Sebastian Bach, Adagio & Allegro aus der Sonata Nr. 6 G-Dur BWV 1019 für Violine und Cembalo, herausgegeben von Nikita Koshkin, Berlin, 2011, Edition Margaux, em 2096 Rainer Bischof, Valenciana für Orgel und Gitarre, Wien u.a., 2007, Doblinger, D. 19 795 Thomas Buchholz, drei mondlieder für Blockflöte, Gitarre und Akkordeon, Berlin, 2010, Verlag Neue Musik, NM 1224 Thomas Buchholz, Himmelfarben II für Blockflöte und Gitarre, Berlin, 2011, Verlag Neue Musik, NM1314 Thomas Buchholz, Himmelstage/Heaven Days/Les Journées du ciel für drei Gitarren, Berlin, 2011, Verlag Neue Musik, NM 1315 Thomas Buchholz, sonata a tre (nostradamus I). Fassung für Flöte, Gitarre und Akkordeon, Berlin, 2010, Verlag Neue Musik, NM 7834a Agustín Castilla-Ávila, Five o’Clock (Eran las Cinco de la tarde) for guitar, Wien, 2011, Doblinger, D.19 992 Agustín Castilla-Ávila, Presentimiento (Habanera), Laura’s Song for Guitar, Wien, 2011, Doblinger, D 35 938 Rafael Catalá Salvá, Toros de Ceniza (Alegrías) für Gitarre, Wien u.a., 2009, Doblinger, D. 19 856 Olivier Mayran de Chamisso, 12 Timeless Préludes intemporels, herausgegeben von Olivier Chassain, Mainz u.a., 2011, Schott Music, SF 1001 José Costa y Hugas, The Complete Works, herausgegeben von Rafael Catalá, Wien, 2010, Doblinger, D.19 657 François Couperin, Les Barricades Mistérieuses. Transcription for Baroque Lute, herausgegeben von Miguel Yisrael, Bologna, 2010, Ut Orpheus, SDS 10 François De Fossa, Cinquième Fdantaisie suir l’air des Folies d’Espagne op. 12 for solo guitar, herausgegeben von Matanya Ophee, Columbus, 2010, Editions Orphee, PWYS-15C François De Fossa, La Tyrolienne Variée op. 1 for solo guitar, herausgegeben von Matanya Ophee, Columbus, 2010, Editions Orphee, PWYS-15A François De Fossa, Ouverture de l’opéra L2 Calif de Bagdad, Musique de Boildieu arranged for solo guitar, herausgegeben von Matanya Ophee, Columbus, 2010, Editions Orphee, PWYS-15E François De Fossa, Première Fantaisie op. 5 for solo guitar, herausgegeben von Matanya Ophee, Columbus, 2010, Editions Orphee, PWYS-15B François De Fossa, Quatre Divertissements extrais des Oeuvres de J. Haydn op. 13, herausgegeben von Matanya Ophee, Columbus, 2010, Editions Orphee, PWYS-15D Mark Delpriora, Variations on a Theme by Sor/Variazioni Attraverso l’Ottocento for Guitar, Columbus, 2011, Editions Orphee, PWYS-101 Georges Englert, Cadenza pour trio de guitares, Berlin, 2010, Editions Margaux, em 3016 Georges Englert, Tangberica pour trio de guitares, Berlin, 2010, Edition Margaux, em 3012 José Ferrer, José Ferrer & José Broca: The Short Works, herausgegeben von Rafael Catalá, Wien, 2010, Doblinger, D.19 658 Jean Francaix, Prélude pour Guitare, Mainz u.a., 2011, Schott Music, GA 547 George Gershwin, The Classical Guitar Collection: George Gershwin. 17 Pieces Specially Arranged for Classical Guitar (mit Audio-CD), herausgegeben von Jerry Willard, London, 2011, Wise Publications, Music Sales, 978-1-78038-013-1
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Geschrieben von: Redaktion
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Donnerstag, den 29. März 2012 um 08:39 Uhr |
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Das Dorotheum ist das größte Auktionshaus für Kunst in Mitteleuropa, gegründet im Jahr 1707 als „Versatz- und Fragamt zu Wien“. Damals wie heute ist ein wesentlicher Teil des täglichen Geschäfts die Pfandleihe und der Handel mit Juwelen und Kunstobjekten. Die 600 im Jahr stattfindenden Versteigerungen erbringen etwa 60% des Gesamtumsatzes. Neben Gemälden, graphischen Arbeiten, Skulpturen, Möbel, Porzellan und Schmuck werden zweimal jährlich Musikinstrumente versteigert, unter anderem heute, am 29. März 2012 um 16:00 Uhr. Wir können leider erst jetzt, wenige Stunden vor der Auktion, über die Versteigerung berichten, werden aber in Zukunft früher Meldungen über Termine und Inhalte der Auktionen liefern. Aber selbst heute: Sie können noch bieten:
Palais Dorotheum TEL: ++43–1–515 60–0 FAX: ++43–1–515 60–508
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Wie fast immer bei Versteigerungen von Musikinstrumenten sind es hauptsächlich Streichinstrumente, die unter den Hammer kommen. Auch heute sind die Lots 1 bis 73 Geigen und Geigenbögen, 74 bis 85 Bratschen, 86 bis 91 Celli. Das Objekt mit dem höchsten Schätzpreis ist eine „Feine italienische Meistergeige“ von Paolo Antonio Testore (Mailand um 1690—nach 1760) aus dem Jahr 1742 mit Bogen und Etui, geschätzt auf € 60.000—80.000.
Mit Lot 92 beginnen meist neue Holz- und Blechblasinstrumente, danach Zupfinstrumente (ab Lot 114).
Lots 114 bis 117 sind Mandolinen, hervorheben möchten wir die Nummer 115:
„Eine sehr schöne Meistermandoline, um 1900, Neapel oder Rom, leicht rep. bed. € 800—1.000. (Katalog, Dorotheum, s. Foto © 2012, Dorotheum, Wien, mit freundlicher Genehmigung)
Es folgen (118—119) zwei Wiener Schrammelgitarren (Kontragitarren) von Johann Gottfried Scherzer (1843—1870), beide geschätzt auf € 1.400—1.600, eine sechssaitige „Wiener Meistergitarre“ von Nicolaus Georg Rieß (€ 800—1.000) und als Nummer 122
Eine Wiener Kontragitarre von Ludwig Reisinger, 1916, rep. bed. (Katalog, Dorotheum, s. Foto © 2012, Dorotheum, Wien, mit freundlicher Genehmigung)
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Geschrieben von: Peter Päffgen
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Mittwoch, den 28. März 2012 um 17:46 Uhr |
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Gee’s Bend: Gitarrenkonzerte des 20./21. Jahrhunderts Werke von Elmer Bernstein, Malcolm Arnold, Michael Daugherty Thorsten Drücker, Gitarre; WDR-Rundfunkorchester, Rasmus Baumann Aufgenommen zwischen September und Dezember 2010, erschienen 2011 Querstand VKJK 1211, im Vertrieb von CODAEX … in allen drei Konzerten exzellent … •••••
Thorsten Drücker spielt Gitarrenkonzerte … keines von Rodrigo oder Castelnuovo-Tedesco, auch nicht von Brouwer und schon gar nicht von Vivaldi. Von den drei Konzerten, die er zusammen mit dem WDR-Rundfunkorchester unter Rasmus Baumann für seine CD eingespielt hat, ist eines halbwegs bekannt, das von Malcolm Arnold (1921—2006) nämlich, das Julian Bream gewidmet ist, die beiden anderen eher nicht. „Gee’s Bend for electric guitar and orchestra“ ist eine Welt-Ersteinspielung und das Konzert von Elmer Bernstein (1922—2004), mit dem das Programm eröffnet wird, hat bisher nur Christopher Parkening auf CD vorgestellt. Er hat den Komponisten zu dem Werk angeregt und ihm ist es gewidmet.
Elmer Bernstein war, als er sein „Concerto for guitar and orchestra“ schrieb, ein vielbeschäftigter Komponist … allerdings weniger von „E-Musik“, was auch immer man darunter verstehen mag. Elmer Bernstein belieferte Hollywood und zwar sehr erfolgreich. „The Magnificent Seven“ (1960) „The Ten Commandments“ (1956) „The Blues Brothers“ (1980) oder „Wild Wild West“ (1999) sind nur ein paar Beispiele für die insgesamt über zweihundert Filme, die er mit Musik versehen hat. Für die Musik zu „Thoroughly Modern Millie“ hat er 1967 gar einen „Oscar“ bekommen.
Das Concerto von Elmer Bernstein, der – nebenbei bemerkt – mit Leonard Bernstein (1918—1990) befreundet, aber nicht verwandt war, beginnt mit einem puren Gitarrenklang, mit dem Durchstreichen der leeren Saiten des Instruments … ganz vorsichtig erst, als wäre es ihm fremd, als brächte er seine ersten Töne auf der Gitarre hervor. Und dann, wenig später, baut sich peu à peu ein Orchesterklang auf: Streicher, Holz, Blech und für die Effekte immer wieder Schlagwerk.
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Geschrieben von: Peter Päffgen
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Sonntag, den 11. März 2012 um 14:43 Uhr |
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Johann Sebastian Bach, Transcriptions for Guitar: Partita c-Moll BWV 826; Suite BWV 997; Prelude, Fugue and Allegro BWV 998; Concerto in D-major (after Vivaldi) BWV 972 Judicaël Perroy, Gitarre Aufgenommen im April 2010, erschienen 2012 NAXOS 8.572427 … fast amorphe Tonkette … ••
Johann Sebastian Bach, Guitar Transcriptions: Choral “Nun komm der Heiden Heiland” BWV 659; Cello Suite Nº 4 BWV 010; Choral “Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ” BWV 639; Choral “Jesus bleibet meine Freude” BWV 147; Violin Partita Nº 2 BWV 1004; Choral “Bist du bei mir” BWV 508 Graham Anthony Devine, Guitar Aufgenommen im Juli 2010, erschienen 2012 NAXOS 8.572740 … insgesamt überzeugt … •••••


Werke von Johann Sebastian Bach werden seit jeher für Gitarre bearbeitet. Angefangen hat’s mit Einzelsätzen aus den Lautenwerken, dann kamen Teile aus Werken für andere Instrumente dazu. Als sich bei Gitarristen immer weiterreichend durchsetzte (und als sie auch spieltechnisch dazu in der Lage waren), dass man nicht mehr Einzelsätze sondern komplette Zyklen spielte, wurden auch die Adaptionen aus dem Œeuvre von Bach komplett gespielt: Segovia nebst Epigonen spielten noch die Chaconne – heute wird gemeinhin die ganze Violin-Partita (BWV 1004) vorgeführt wenn nicht gar (für CD-Projekte) alle drei Sonaten und Partiten en suite.
Unter den Werken, die Judicaël Perroy auf seiner neuen CD spielt, sind zwei, die meistens überhaupt nicht als Transkriptionen empfunden und bezeichnet werden. Es sind die dies die Suite BWV 997 und „Präludium, Fuge und Allegro“ BWV 998 [PFA] – beide hat Wolfgang Schmieder als „Werke für Laute“ in sein „Thematisch-Systematisches Verzeichnis der Musikalischen Werke von Johann Sebastian Bach“ (BWV) aufgenommen und um beide wird seitdem in der Musikwissenschaft und in Gitarristenkreisen gestritten. Es ist nämlich keineswegs unbestritten, dass die Werke wirklich für Laute konzipiert waren … aber das, ich sage es eher triumphierend als bedauernd, spielt heute eigentlich keine Rolle mehr. Denn ist nicht jedes Werk von Johann Sebastian Bach, das auf der Gitarre gespielt wird, eigentlich eine Transkription? Und sind seine Instrumentalwerke, auch die geringsten, nicht so in sich geschlossene, perfekte Kunstwerke, dass sie – auf jedwedem Medium dargeboten – ihre Größe mindestens ahnen lassen?
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